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TSV 1860 München (2) – TuS Koblenz (2) 8.Spieltag 07/08 (30.09.07) 27.800 Zuschauer. Allianz-Arena

Für manch’ Schängel mag der „Kaiser“stuhl in Rhens stehen, doch ich war mir sicher, dieser Theorie heute ein Schnippchen schlagen zu können. Denn was mich heute an der Münchner Autobahn erwartete war mir einleuchtender. Von außen wirkt das „Stadion“ noch wie ein hässliches überdimensionales Schlauchboot, innen dann wird es nicht nur dem Namen nach der Sanitäranlage des Herrn Beckenbauer gerecht. Viel Beton und Stahl, verbunden mit einer ekelhaften, kalten Atmosphäre lassen Lager-Atmosphäre aufkommen und die sich im weiten Rund verlaufende Stimmung wird erstickt, wie der letzte Funke Hoffnung im Kampf gegen den modernen Fußball, wie das heutige Beispiel leider eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Dies nur am Rande, denn Fußball wurde heute auch noch gespielt! Zwar kein technisch versierter aber dafür kampfbetonter, der die ca. 1000 mitgereisten Kowelenzer aus ihrer apartischen Tiefschlafstimmung zeitweise sogar aufzuwecken vermochte, welche wohl auf der elend langen Zugreise aufgekommen zu sein schien. So konnte man zumindest schon vor dem Rückstand nicht viel mehr als ein müdes Trallala und noch weniger Händeklatschen verzeichnen was angesichts der miserablen Akustikvoraussetzungen und dem Spielverlauf aber auch nicht anders zu erwarten war. Man versuchte vergebens die zahlreich Mitgereisten aus ihrem Tiefschlaf zu wecken, doch die Mühen wurden erst nach dem Ausgleichstreffer belohnt. Der Support wurde von nun an etwas belebter erhielt aber einen weiteren Dämpfer durch den erneuten Rückstand eine halbe Stunde vor Spielende, ausgelöst durch einen katastrophalen Abwehrschnitzer. Doch erstaunlicher Weise erholte sich die Fanmasse relativ rasch von diesem Schockerlebnis und versuchte die Mannschaft wieder nach vorne zu peitschen. Dieses Unterfangen wurde dann kurz vor Schluss von unserer geschlossen ( in Unterzahl!!!!) kämpfenden Mannschaft belohnt und alle waren glücklich, die Reise nach Giesingen nicht umsonst angetreten zu haben. Nach Schlusspfiff wurde der Punktgewinn aus der hässlichsten Kloschüssel Deutschlands noch gebührend mit der Mannschaft gefeiert bevor es galt, die anstrengende Rückreise heimwärts wieder anzutreten.

Mit einem Punkt im Rucksack und der Erkenntnis, dass man dieses Stadion wohl nur einmal in seinem Leben besuchen muss, erreichte man dann zu später Stunde die geliebte Stadt an Rhein und Mosel und war gespannt, was der nächste Schängelauftritt am Wochenende so mit sich bringen würde.

 

 

Bilder: http://infernokoblenz.net/fotos/0708/8.htm

http://nordkurve-ko.wh4u.de/v2/images/photoalbum/bild049_1.jpg

 

21.10.07 17:53
 


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