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TuS Koblenz (1) – Vfl Osnabrück (0) 10. Spieltag 07/08 9.150 Zuschauer

Vom Namen her trafen heute zwei eher unbedeutende Teams der stark besetzten zweiten Liga aufeinander und so konnte man im Vorfeld keine besonderen Ereignisse auf und neben dem Platz erwarten, dennoch sollte es rund um diese Partie zu einigen negativen Geschehnissen kommen.

Der Tag begann eigentlich relativ gelassen, man traf sich wie fast jeden zweiten Sonntag am heiligen Schützenhof, Gott hab ihn seelig, und verplemperte die Zeit mit allerlei Schnickschnack und Schabernack, bevor man sich auf die lange Reise in unser altehrwürdiges Stadion Oberwerth, Gott hab auch dieses seelig, aufmachte. Heute müssen drei Punkte her, da waren sich alle einig, denn heute ging es gegen einen Mitabstiegskonkurrenten und wäre die Saison noch nicht so jung, würde man glatt von einem 6-Punkte Spiel sprechen.

So begann auch das Spiel recht motiviert auf beiden Seiten und dank der neuen Lautsprecheranlage konnte auch der Block, zumindest für die ersten Minuten voll mitziehen. Im Gästeblock durfte man heute doch recht viele Niedersachsen begrüßen, sehr erfreulich, dass auch dieser „kleine“ Verein so großen Zuspruch in der Fanszene erlangt und nicht alleine durch Deutschland tourt, so wie der große 1.Fc Hoppenheim oder der Bauernclub aus WEHEN...doch auch wir reisten im ersten 2.Ligajahr mit erheblich mehr Fans durch die Republik als dieses Jahr, bedauerlicher Weise. Das Spiel nahm seinen Lauf und mit dem sehnlichst herbeigezitterten 1:0 durch unseren kleinsten Stürmer konnten einige Sorgenfalten des Koblenzer Anhangs weg retouchiert werden. Auch der Stimmung tat der Führungstreffer gut und man genoss ausgelassen das Gefühl, zu Hause mal wieder führen zu dürfen. Das Ergebnis wurde gefestigt und die 3 Punkte eingefahren, eigentlich ein Grund zum Jubeln und für einen gemütlichen Sonntag Abend vor dem Kaminfeuer.

Doch für 18 Personen des Koblenzer Fankreises wurden stattdessen unfreiwillig zwei Gemeinschaftszellen des Koblenzer Polizeipräsidiums gebucht. Zum Hintergrund: Nach dem Spiel entschloss man sich, noch gemeinsam in die Stadt zu ziehen. Am Koblenzer Hbf traf man dann auf die Kollegen der Grünen Fraktion, die sich in den Kopf gesetzt hatten, eine Schlägerei beider Anhängerlager zu verhindern, die nie statt gefunden hat und auch nicht hätte stattfinden sollen. Lediglich kam es zu Pöbeleien mit ein paar verstreuten Lila-Weißen Nasen, für die Kollegen der Staatsmacht Grund genug, eine wahre Hooligan - Histerie in den nachfolgenden Tagen auszulösen. Um weiteren Konfrontationen mit Gästefans und der Polizei aus dem Weg zu gehen, entschloss man sich weiter in die Stadt zu ziehen, gleiches beabsichtigten wohl aber auch die Grünen, welche mit viel Getöse und Blaulicht hinter der kleinen Gruppe herzogen. Herzlichen Glückwunsch, dass es euch gelang, die gefährlichen Hooligans weit Weg von Stadion und Hbf zu stellen und dingfest zu machen. Lange Rede, kurzes, bzw eher langes Ende für die in Gewahrsam genommenen: Alle Mann mussten mit auf die Wache wo nach stundenlangem Warten die Namen festgestellt und Passfotos gemacht wurden. Begründung: Es könnte ja noch was aus Osnabrück kommen, damit wir dann „Täter“fotos haben. Die Bilder werden in ein paar Wochen gelöscht.

Nun ja, mittlerweile sind wir schlauer geworden und durften erfahren, dass es evtl. zu Anzeigen wegen wüster Schlägereien und Landfriedensbruch kommen kann. Fragt sich nur, wo diese ganzen Verbrechen stattgefunden haben sollen. In unserer Umgebung jedenfalls nicht. Es bleibt noch zu erwähnen, dass in diesem Kreis auch zwei 14-jährige Jungspunde den Weg in die Zelle fanden. Da stellt sich wirklich die Frage, ob hier der Verdacht geschürt werden sollte, dass es zu Schlägereien mit Beteiligung von Kindern gekommen ist. Das zeigt wie weit die Staatsdiener heutzutage denken, und dass sich wohl jeder mal die Uniform überwerfen darf wenn er das ABC nicht nur vorwärts, sondern auch Rückwärts aufsagen kann. So sehen die Ordnungshüter von Morgen also aus, Happy Birthday. Ich kann das Alphabet übrigens auch: ACAB...zwar nicht ganz korrekt...aber für den grünen Richterkittel dürfte es wohl reichen.

Bilder: http://infernokoblenz.net/fotos/0708/11.htm

7.11.07 22:32


TuS Koblenz (1) – DSC Arminia Bielefeld (2) (n.V) 2. DFB-Pokal Hauptrunde 07/08 9.350 Zuschauer

Obwohl wir als gestandener Zweitligist schon nicht mehr als ganz kleiner Verein dastehen, galt dieses wie jedes Jahr die Floskel: „David gegen Goliath“. Es galt gegen die Arminen zu bestehen um endlich einmal gegen einen „Großen“ im Pokal weiterzukommen. An jenem berüchtigten, letzten Oktobertag wünschte sich so mancher Schängel, doch endlich mal den Pokalschreck spielen zu dürfen, an diesem Halloweenabend wäre das sicherlich auch mal ein passendes Ambiente gewesen. Pokalsieg oder es gibt saures, hätte manch verärgerter Pokalfan auch verlangen können, der sich in den letzten zwei Jahren immer nur mit knappen Niederlagen gegen die großen Bundesliga Urgesteine abfinden musste, doch so leider auch in diesem Jahr.

Zwar merkte man der Mannschaft von Anfang an, dass sie heute gewillt war mehr als 100% für eine Pokalsensation zu geben, doch entweder reichten die Mittel nicht aus oder das Quentchen Glück fehlte einfach. Nach einem frühen Rückstand kämpfte die Mannschaft tapfer weiter und fand auch von den Rängen eine würdige Unterstützung, aber da geht noch mehr. So durfte man dann auch noch kurz vor der Pause den Ausgleich umjubeln, der auf jeden Fall völlig verdient war. Doch leider überkam uns in der Verlängerung dann wieder einmal das Entsetzten: Obwohl die TuS die besseren Chancen hatte, nutzten die Ostwestfalen eine kleine Unachtsamkeit und zack, war der Pokaltraum ausgeträumt. Schade, die nächste Runde hätten wir gerne mitgenommen, zumal uns bis jetzt ein Auftritt bei einem großen Verein verwehrt geblieben ist. Aber auch die Floskel „Wie kommen wieder...“ gilt nicht nur für dieses sondern auch für nächstes Jahr, wenn es wahrscheinlich wieder einmal heißt „David gegen Goliath“.

Bilder: http://infernokoblenz.net/fotos/0708/p2.htm

7.11.07 22:33


SC Freiburg (4) – TuS Koblenz (2) 11. Spieltag 07/08 13.600 Zuschauer, Dreisamtstadion

In den Breisgau und somit auch zur südlichsten Spielstätte dieses Jahres, sollte uns die Reise am letzten Wochenende führen. Man reiste mit dem Sonderzug, der leider statt der angestrebten 500 Leute nur 100 blau-schwarze kutschieren „durfte“. Man sieht, dass die Eventfans sich im ersten 2.Ligajahr schon satt gesehen haben und sich nun sagen, Joa mai, im schönen Dreisamstadion doa woa i do scho ma, was soll i denn nommoa doa? Nunja über diese Einstellung teilen sich wieder mal die Meinungen, aber darauf will ich auch gar nicht mehr weiter eingehen. Es ist auf jeden Fall sehr traurig, wenn man letztes Jahr noch mit der 2-3fachen Anzahl an Rheinländern anreiste, unter selben Voraussetzungen wohlgemerkt.

Nach unserer Ankunft in Freiburg – Littenweiler machte man sich mit den übrigen Schängeln auf den Weg und folgte brav den Anweisungen unseres Reiseleiters, Team Green. Die wenigen Meter zum Stadion wurden schnell zurückgelegt und man war auch froh, als man endlich in die gute Stube einkehren durfte. Andere wiederum leisteten unserem einzigen mitgereisten SV ler noch ein wenig Gesellschaft und halfen ihm dabei, eine geeignete Lokalität ausfindig zu machen, an einem Sonntag in Freiburg gar kein so leichtes Unterfangen wie wir feststellen mussten. Die Odysse dauerte weit bis in die erste Hälfte hinein, aber zur Pause hatte dann ein jeder den Gästesektor erreicht, oder sollte ich besser sagen die „Gefängniszelle“. Man versuchte der Mannschaft den Rücken zu stärken, allerdings mit begrenzten Mitteln, denn ob man uns aus dem „tiefergelegten“ Awaysektor überhaupt vernehmen konnte bleibt ein breisgauer Geheimnis. Der Mannschaft scheint es auf jeden Fall etwas gebracht zu haben, denn nach dem 2:0 kamen sie noch einmal auf 2:2 heran, und hätte der Führungstreffer gezählt wäre der Gästeblock explodiert. Doch die Freude über die Treffer währten nicht lange, denn an diesem Tag waren die Knappen von der Dreisam einfach spielstärker und überlegener. So ging man am Ende mit 2:4 unter, was dem Spielverlauf meiner Meinung nach nicht gerecht wurde.

Nach dem Spiel war man darauf erpicht, schnellstmöglich zum Ankunfts Bhf zu gelangen, da unser Heimexpress doch relativ knapp nach Spielende abfuhr, aber alle wurden mitgenommen, wirklich jeder der wollte, ob frei- oder unfreiwillig spielte gar keine Rolle. So erreichte man nach einer quälenden Fahrt endlich wieder die Heimat und ein jeder war froh, als man geduscht und gestärkt endlich in die weichen Betten fallen durfte.

Bilder: http://infernokoblenz.net/fotos/0708/12.htm

10.11.07 06:34


TuS Koblenz (0) – SC Paderborn (0) 12. Spieltag 07/08 7.350 Zuschauer

„We’re singing in the rain...“ oder eben auch nicht! Denn leider konnte sich an diesem Verregnetem Dienstagabend keiner für einen guten Support motivieren lassen und somit fand sich auch keiner, um Gene Kelly’s Einstellung zu guter Laune im Regen folge zu leisten. Kurioserweise begann für uns dieser 12.Spieltag schon eine Tage vorher als üblich, denn als man Mitte voriger Woche von der Spielverlegung erfuhr und die ersten Empörungen im Koblenzer Bombenareal laut wurden, kamen dieses mal die üblichen Fußballpöbeleien schon etwas früher auf. Man beschwerte sich lautstark gegen diese unliebsame Terminänderung, musste sich aber schnell mit den Gegebenheiten abfinden.

So trottete man also wenig motiviert an diesem dunklen Herbstnachmittag ins Stadion um wie jeden Spieltag den Stand aufzubauen und die Banner zu hissen. Alles verlief an diesem Tag ohne jegliche Besonderheiten und Vorkommnisse. Man merkte schon vor dem Spiel, dass sich der Support heute wohl eher gegen Null bewegen würde und so sollte es dann auch sein.

Dem Spielverlauf angepasst, nahm die Stimmung auf den Rängen nie wirklich an Fahrt auf und es kam folglich wohl auch kaum etwas bei den dutzend angereisten Ostwestfalen aus Paderborn an. Die schlechte Stimmung kannte aber viele Gründe, unter anderem, dass der Verein es immer noch nicht geschafft hat, die Stehränge zu befästigen, sodass sogar ein Bauzaun, neue und alte Tribüne trennt. So musste man 90min mit nassen Füßen verbringen und der oder die andere ging an diesem Tag im wahrsten Sinne des Wortes baden.

Das schlechte Spiel war leider erst nach 90 Minuten zu Ende und danach sprengten sich die Wege der unsrigen schon kurz hinter den Stadionpforten. Man war froh, als man endlich unter heißem Wasser stand und bemittleidete ein wenig die tapferen Mitgereisten aus NRW, die dank der Bombe und der damit verbundenen und unvermeidbaren fanunfreundlichen Anstoßzeit noch einige „feucht“ fröhliche Stunden auf der Autobahn verbringen durften.

 

Bilder: http://infernokoblenz.net/fotos/0708/13.htm 

21.11.07 18:36


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