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TuS Koblenz (3) – SpVgg Greuther Fürth (0) 7.Spieltag 07/08 (26.09.07) 8.200 Zuschauer

Der 7. Spieltag, oder auch liebevoll ‚Der Spieltag der Anzugträger’ genannt, förderte wieder einmal die Gesinnung der DFL ans Tageslicht, dass es im heutigen Fußball viel mehr um die Vermarktung und Kommerzialisierung des Fußballs, als um Faninteressen oder andere „nichtige“ Themen geht. Denn ein Spiel um 17:30Uhr anpfeifen zu lassen ist hinterfragungswürdig, aldi weil, wie will normaler Arbeiter um diese Uhrzeit pünktlich im Stadion sein, vom Verkehrsaufkommen mal abgesehen, das kombiniert mit dem Feierabendverkehr ein schieres Verkehrskaos im kompletten Stadtgebiet verursacht. Diesem Unheil kann man aber glücklicherweise entgehen, wenn man einen unsymphatischen Arbeitgeber hat, der einem einen früheren Feierabend verwehrt. Letzter Ausweg führt dann nur über den Urlaub, den man sich mittels humanerer Anstoßzeiten hätte sparen können! Danke DFL!!!! (mit unserem Protestbanner „17:30UHR? Danke DFL“ wollten wir auf oben genannte Problematik aufmerksam machen).

Nichts desto trotz fand sich ein relativ überschaubarer Teil, meist Schüler und Urlaubsbezieher, der Szene frühzeitig an der „Stadionkneipe“ ein und machte sich auf den Weg ins Stadion, da noch einiges an Wartungsarbeiten zu erledigen war. Auch unser Nordkurven-Stand war bis kurz vor Spielbeginn präsent und fand wieder großen Anklang. Wir freuen uns jedes Mal aufs neue über positive Rückmeldungen.

Irgendwann ging es dann auch mal auf dem Rasen los und man stellte erfreut fest, dass sich die Mannschaft von der Köln-Niederlage nicht hatte aus dem Konzept bringen lassen. So sah man eine motiviert auftretende und kämpfende Mannschaft und auch auf den Rängen wurde einiges an guter Stimmung geboten. Mit etlichen Fahnen und munteren Gesängen wurde die Kurve belebt und die Stimmung im Block war sehr gut. Vielleicht lag es ja sogar an der diesmal relativ dünnen Besetzung im Supportersblock; oder doch einfach nur am günstigen Spielverlauf? Mit guter Laune ließ sich das Spiel jedenfalls gut verfolgen und nach und nach trafen auch die letzten verspäteten Arbeitnehmer, ob mit oder ohne Anzug, im Stadion ein. Man ergötzte sich am netten Spiel und war sehr über den am Ende verdienten 3:0 Erfolg der eigenen Knappen entzückt.

Nach Spielende lief man noch die restlichen Meter zurück zur Startkneipe und auf dem Weg dorthin ließ man die Mitmenschen an unsrer guten Laune teilhaben. So neigte sich der erste Spieltag unter der Woche dem Ende entgegen und man trat verstreut die Heimreise an.

Gruß noch an den im Exil lebenden Wormser und ein Trost an die mitgereisten Fürther, bzw. die, die die Lange Reise an die Moselmündung nicht mitbestreiten konnten, da eine mehrere hundert Kilometer Fahrt an einem Wochentag schier unzumutbar ist, vor alledem, da man ja schon um 17:30Uhr am Ziel sein muss. Schade, dass der Fan im modernen Fußball immer mehr an Bedeutung verliert...

Man wird abwarten müssen, wie sich das ganze Spiel in nächster Zeit entwickelt, bis dahin kann man nur weiter zum Kampf gegen den modernen Fußball und mehr Fanrechte aufrufen.

Bilder: http://infernokoblenz.net/fotos/0708/7.htm

2.10.07 15:27


Offenbacher Kickers (1) – TuS Koblenz (1) 9.Spieltag 07/08 (19.10.07) 9.500 Zuschauer. Stadion am Bi

Nach einem weniger ereignisreichen Länderspielwochenende und der damit verbundenen TuS-Zwangspause, war man heute froh, endlich wieder den Ligabetrieb aufnehmen zu können. Unser Ausflugsziel hieß dieses mal Offenbach am Main, und genau wie letztes Jahr, steuerte man den Vorort von Frankfurt per ,wieder einmal gut gefülltem, Sonderzug an.

Bevor es dann letzten Endes los ging, versammelten sich wie immer die üblichen Nasen im Bahnhofsgebäude um dann bepackt mit Fahnen und Megafon, und dem ein oder anderen selbsgebräutem Erfrischungsgetränk den Zug zu stürmen. Die Fahrt verlief feuchtfröhlich und eine lockere Wochenend- und Auswärtssiegstimmung machte sich bei den Fahrgästen breit. Erfreulicher Weise musste man heute nicht allzu lange auf den Schienen reisen und nach wenigen Stunden Fahrt erreichte man die Mainmetropole.

Der blau-schwarz-gelbe Mob sammelte sich vor dem Bahnhof Offenbach-Ost um im geschlossenen Corteo zum Stadion zu marschieren. Die extra für diese Zwecke angefertigte 1911 Fahne fand dabei ihren Platz an der Spitze des Pöbels und unterstützt von viel Gesang und etlichen Fahnen suchte man sich den Weg durch die Offenbacher Straßen. So fand man schließlich auch den Weg in den Gästeblock des legendären Stadion am Biberer Berg, dass man ja nicht zum ersten Mal mit der TuS besuchen durfte.

Von Anfang an wurde die Mannschaft lautstark unterstützt, obwohl man ohne das fehlende Megaphon, ohne Dach über dem Kopf und Ersatz-Vorsänger, der seine Aufgabe für den ersten offiziellen Auftritt aber gut erfüllte, geschwächt in das Gesangsduell mit den Heimfans zog. Man war den Heimfans auf jeden Fall ebenbürtig und die Stimmung wurde dank des Führungstreffers noch einmal gepushed. Nach der Pause jedoch ließ die Motivation etwas nach und man musste obendrein auch noch den Ausgleich hinnehmen. Die Stimmung drohte nun endgültig zu kippen, allerdings fing sich die Stimmung auf den Rängen wieder einigermaßen und auf Grund des souveränen Auftrittes der Mannschaft war man sich eines Erfolges sicher. Doch leider war dem nicht so und so musste sich die Fanschar mit einem Punkt zufrieden geben. Für einen Auswärtsauftritt ein annehmbares Ergebnis, wobei man deutlich sagen muss, dass man auch hätte gewinnen können, wenn nicht sogar müssen.

Zum Glück müssen wir nicht sehr lange auf den nächsten Schängelauftritt warten, denn am nächsten Sonntag dürfen wir die Violetten aus Osnabrück im Stadion Oberwerth willkommen heißen, dann hoffentlich mit einem glimpflicheren Spielausgang und den damit verbundenen 3 Punkten. Auf geht’s ihr blau-schwarzen Jungs...

Bilder: http://infernokoblenz.net/fotos/0708/10.htm

http://nordkurve-ko.wh4u.de/v2/photogallery.php?album_id=14

21.10.07 00:59


TSV 1860 München (2) – TuS Koblenz (2) 8.Spieltag 07/08 (30.09.07) 27.800 Zuschauer. Allianz-Arena

Für manch’ Schängel mag der „Kaiser“stuhl in Rhens stehen, doch ich war mir sicher, dieser Theorie heute ein Schnippchen schlagen zu können. Denn was mich heute an der Münchner Autobahn erwartete war mir einleuchtender. Von außen wirkt das „Stadion“ noch wie ein hässliches überdimensionales Schlauchboot, innen dann wird es nicht nur dem Namen nach der Sanitäranlage des Herrn Beckenbauer gerecht. Viel Beton und Stahl, verbunden mit einer ekelhaften, kalten Atmosphäre lassen Lager-Atmosphäre aufkommen und die sich im weiten Rund verlaufende Stimmung wird erstickt, wie der letzte Funke Hoffnung im Kampf gegen den modernen Fußball, wie das heutige Beispiel leider eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Dies nur am Rande, denn Fußball wurde heute auch noch gespielt! Zwar kein technisch versierter aber dafür kampfbetonter, der die ca. 1000 mitgereisten Kowelenzer aus ihrer apartischen Tiefschlafstimmung zeitweise sogar aufzuwecken vermochte, welche wohl auf der elend langen Zugreise aufgekommen zu sein schien. So konnte man zumindest schon vor dem Rückstand nicht viel mehr als ein müdes Trallala und noch weniger Händeklatschen verzeichnen was angesichts der miserablen Akustikvoraussetzungen und dem Spielverlauf aber auch nicht anders zu erwarten war. Man versuchte vergebens die zahlreich Mitgereisten aus ihrem Tiefschlaf zu wecken, doch die Mühen wurden erst nach dem Ausgleichstreffer belohnt. Der Support wurde von nun an etwas belebter erhielt aber einen weiteren Dämpfer durch den erneuten Rückstand eine halbe Stunde vor Spielende, ausgelöst durch einen katastrophalen Abwehrschnitzer. Doch erstaunlicher Weise erholte sich die Fanmasse relativ rasch von diesem Schockerlebnis und versuchte die Mannschaft wieder nach vorne zu peitschen. Dieses Unterfangen wurde dann kurz vor Schluss von unserer geschlossen ( in Unterzahl!!!!) kämpfenden Mannschaft belohnt und alle waren glücklich, die Reise nach Giesingen nicht umsonst angetreten zu haben. Nach Schlusspfiff wurde der Punktgewinn aus der hässlichsten Kloschüssel Deutschlands noch gebührend mit der Mannschaft gefeiert bevor es galt, die anstrengende Rückreise heimwärts wieder anzutreten.

Mit einem Punkt im Rucksack und der Erkenntnis, dass man dieses Stadion wohl nur einmal in seinem Leben besuchen muss, erreichte man dann zu später Stunde die geliebte Stadt an Rhein und Mosel und war gespannt, was der nächste Schängelauftritt am Wochenende so mit sich bringen würde.

 

 

Bilder: http://infernokoblenz.net/fotos/0708/8.htm

http://nordkurve-ko.wh4u.de/v2/images/photoalbum/bild049_1.jpg

 

21.10.07 17:53


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