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SV Wehen (0) – TuS Koblenz (2) 13.Spieltag 07/08 8.400 Zuschauer, Brita-Arena

Bei dem Namen SV Wehen, freute ich mich bis jetzt jedes Mal auf eine besinnliche Fahrt ins Grüne. Über Hügel, Wälder und schier endlose Landstraßen gelangte man irgendwann zum kleinen urigen Ort Wehen - Taunusstein, der einen schon ein wenige an Kaiserslautern erinnern ließ, und in dem das kleine, nette Stadion schon fast eine Attraktion darstellte. Doch diese Zeiten sind vorbei und dieses Jahr sollte alles anders sein... Denn der SV Wehen Taunusstein spielt nicht mehr in der 3.Liga und ist ab jetzt als SV Wehen-Wiesbaden in den Listen aufgeführt. Wehen und Wiesbaden? Wie passt das denn zusammen? Das Dorf und die hessische Landeshauptstadt trennen doch eigentlich 11 Kilometer? Wie geht denn das? Ganz einfach – Vetterchen „Moderner Fußball“ hatte mal wieder seine Finger im Spiel und setzte das Geschäft mal wieder vor den Erhalt der Tradition. Um mehr Einnahmen erzielen zu können, wurden die beiden Vereine einfach zusammengelegt... Leider findet so ein Verein auch noch Zustimmung bei der breiten Masse und so pilgern Woche für Woche dumme Affen in die BRITA-Arena um diesem Kommerzclub ohne Tradition nachzulaufen. Lächerlich, aber leider Realität.

Nun ja, einen Vorteil hatte das ganze dann doch, denn zur neuen Spielstätte konnte man gediegen mit der Bahn anreisen. Da man Wert auf Flaschenbier und andere Kaltgetränke legte, umging man die Schikanen die dem gemeinen Fußballfan aufgezwungen wurden und fuhr mit der öffentlichen Bahn. Obwohl nur zwei Zivil-Beamte an Bord waren, gab es keinerlei Beanstandungen bezüglich Randale oder Sachbeschädigung. Lediglich die Schaffnerin schien wohl noch etwas von dem Tarifkonflikt und ihrer unregelmäßigen Arbeitszeiten geknickt zu sein und stellte sich ab und zu mal quer, doch für jedes Problem gibt es bekanntlich eine (verbale) Lösung.

So trudelte man irgendwann am Wiesbadener HBF ein, um sich sogleich im kleinen Cortego auf den Weg in Richtung Stadion zu machen. Man konnte auf dem Fußmarsch etliche Kunstwerke der Ultras Frankfurt bestaunen, ein Zeichen dafür, dass sich wenigstens die Kommerz-Fans aus Wiesbaden noch nicht so wie ihr Verein in der Szene breitgemacht haben.

Nach nicht allzu langer Zeit war man schon am Stadion angekommen und machte es sich sogleich im Gästeblock gemütlich. Leider war es sehr eng und die zwei Blöcke unnötig voneinander abgetrennt, sodass sich Fan nicht wirklich frei bewegen konnte und der Supporterkern auch nie wirklich zusammenfand.

Nachdem dann auch das Stadion ein wenig mit den heimischen Acesoires aufgebessert und die Zaunfahnen gehisst waren konnte es dann auch endlich losgehen. Sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen waren die Schängel tonangebend, doch leider musste man feststellen, dass es viel zu viele (singende) Anhänger für einen solch abartigen Verein wie den SV Wehen - Wiesbaden gibt. Dieses unwissende, stupide Iventpublikum hat mit Fußball nichts mehr zu tun. Läuft es, klatschen alle mit, spielt die Mannschaft jedoch mal nicht zügig genug nach vorne oder liegt sogar zurück, bekommt man Pfiffe zu hören. Dieser Trostlose Verein hat rein gar nichts mit Vereinsliebe und Tradition zu tun. Bah Pfui!

Als nächstes sollte allerdings die Koblenzer Fanschar für Aufregung sorgen: Mit einigen Bengalen und Rauch wollte manch einer italienisch-südamerikanische Stimmung im Stadion aufkommen lassen. Jedoch wurden bei dieser Aktion wohl einige Leute verletzt und so stattete Team Green dem Blau-Schwarzen Anhang einen kleinen Besuch ab. Zunächst blieb das ganze ohne Folgen, jedoch wurden in der Pause zunächst ca. 2 Dutzend Koblenzer festgehalten und die Personalien aufgenommen, 3 Personen wurden sogar in Gewahrsam genommen. Dass diese Personen keinerlei Einfluss auf diese Pyroeinlage hatten war den Grünen egal. „Man hat dich beim Zündeln beobachtet“ bekam manch einer solche Lügen an den Kopf geschmissen, obwohl er mehrere Meter abseits des Geschehens stand und höchstens per Fernzünder hätte die Pyrotechnik anzünden können. Willkür olé!

Wenigstens siegte auf dem Platz der richtige und so sahnte man bei den Kommerzbauern aus dem Taunus, oder sollte ich besser sagen bei den Großstädtern ohne Identität, die 3 Punkte ab.

Zusammen wartete man noch stundenlang auf die willkürlich Festgesetzten im Wiesbadener Bahnhof. Nach einer halben Ewigkeit waren die 3 auch wieder auf freiem Fuß und man konnte die Heimreise antreten. Aufgrund der unnötigen und ungerechtfertigten Festsetzung verlief die Rückfahrt doppelt so lange wie geplant, da man keine direkt Verbindung mehr nach Koblenz ausmachen konnte. Man kam dann irgendwann nachts in Koblenz an, mit viel Müdigkeit im Gepäck und Anzeigen wegen schwerer Körperverletzung und Verstößen gegen das SprengstoffG.

Bis zum heutigen Tage wurden keine Täter identifiziert, dennoch bekamen alle 3 festgesetzten Personen nach wenigen Tagen Post aus Wiesbaden mit der Verkündung eines 3 ½-jährigen Stadionverbotes. Dass diese Personen überhaupt keinen Einfluss auf die Zündeleien hatten ist der Polizei und dem SV Wehen wohl egal. Obwohl es keine Täter gibt, werden willkürlich Stadionverbote ausgesprochen. Dass den Verurteilten ein wichtiger Teil ihres Lebens unberechtigt aus dem Herzen gerissen wird ist der Staatsmacht egal. Nun ist auch die Koblenzer Fanszene im Zeitalter der Willkürlichen Stadionverbote angelangt, wo über Fans gerichtet wird wie über Sklaven zu Kolonialzeiten. Traurig aber wahr...

 

Bilder/Video: http://infernokoblenz.net/fotos/0708/14.htm

11.12.07 17:49


TuS Koblenz (0) – SC Paderborn (0) 12. Spieltag 07/08 7.350 Zuschauer

„We’re singing in the rain...“ oder eben auch nicht! Denn leider konnte sich an diesem Verregnetem Dienstagabend keiner für einen guten Support motivieren lassen und somit fand sich auch keiner, um Gene Kelly’s Einstellung zu guter Laune im Regen folge zu leisten. Kurioserweise begann für uns dieser 12.Spieltag schon eine Tage vorher als üblich, denn als man Mitte voriger Woche von der Spielverlegung erfuhr und die ersten Empörungen im Koblenzer Bombenareal laut wurden, kamen dieses mal die üblichen Fußballpöbeleien schon etwas früher auf. Man beschwerte sich lautstark gegen diese unliebsame Terminänderung, musste sich aber schnell mit den Gegebenheiten abfinden.

So trottete man also wenig motiviert an diesem dunklen Herbstnachmittag ins Stadion um wie jeden Spieltag den Stand aufzubauen und die Banner zu hissen. Alles verlief an diesem Tag ohne jegliche Besonderheiten und Vorkommnisse. Man merkte schon vor dem Spiel, dass sich der Support heute wohl eher gegen Null bewegen würde und so sollte es dann auch sein.

Dem Spielverlauf angepasst, nahm die Stimmung auf den Rängen nie wirklich an Fahrt auf und es kam folglich wohl auch kaum etwas bei den dutzend angereisten Ostwestfalen aus Paderborn an. Die schlechte Stimmung kannte aber viele Gründe, unter anderem, dass der Verein es immer noch nicht geschafft hat, die Stehränge zu befästigen, sodass sogar ein Bauzaun, neue und alte Tribüne trennt. So musste man 90min mit nassen Füßen verbringen und der oder die andere ging an diesem Tag im wahrsten Sinne des Wortes baden.

Das schlechte Spiel war leider erst nach 90 Minuten zu Ende und danach sprengten sich die Wege der unsrigen schon kurz hinter den Stadionpforten. Man war froh, als man endlich unter heißem Wasser stand und bemittleidete ein wenig die tapferen Mitgereisten aus NRW, die dank der Bombe und der damit verbundenen und unvermeidbaren fanunfreundlichen Anstoßzeit noch einige „feucht“ fröhliche Stunden auf der Autobahn verbringen durften.

 

Bilder: http://infernokoblenz.net/fotos/0708/13.htm 

21.11.07 18:36


SC Freiburg (4) – TuS Koblenz (2) 11. Spieltag 07/08 13.600 Zuschauer, Dreisamtstadion

In den Breisgau und somit auch zur südlichsten Spielstätte dieses Jahres, sollte uns die Reise am letzten Wochenende führen. Man reiste mit dem Sonderzug, der leider statt der angestrebten 500 Leute nur 100 blau-schwarze kutschieren „durfte“. Man sieht, dass die Eventfans sich im ersten 2.Ligajahr schon satt gesehen haben und sich nun sagen, Joa mai, im schönen Dreisamstadion doa woa i do scho ma, was soll i denn nommoa doa? Nunja über diese Einstellung teilen sich wieder mal die Meinungen, aber darauf will ich auch gar nicht mehr weiter eingehen. Es ist auf jeden Fall sehr traurig, wenn man letztes Jahr noch mit der 2-3fachen Anzahl an Rheinländern anreiste, unter selben Voraussetzungen wohlgemerkt.

Nach unserer Ankunft in Freiburg – Littenweiler machte man sich mit den übrigen Schängeln auf den Weg und folgte brav den Anweisungen unseres Reiseleiters, Team Green. Die wenigen Meter zum Stadion wurden schnell zurückgelegt und man war auch froh, als man endlich in die gute Stube einkehren durfte. Andere wiederum leisteten unserem einzigen mitgereisten SV ler noch ein wenig Gesellschaft und halfen ihm dabei, eine geeignete Lokalität ausfindig zu machen, an einem Sonntag in Freiburg gar kein so leichtes Unterfangen wie wir feststellen mussten. Die Odysse dauerte weit bis in die erste Hälfte hinein, aber zur Pause hatte dann ein jeder den Gästesektor erreicht, oder sollte ich besser sagen die „Gefängniszelle“. Man versuchte der Mannschaft den Rücken zu stärken, allerdings mit begrenzten Mitteln, denn ob man uns aus dem „tiefergelegten“ Awaysektor überhaupt vernehmen konnte bleibt ein breisgauer Geheimnis. Der Mannschaft scheint es auf jeden Fall etwas gebracht zu haben, denn nach dem 2:0 kamen sie noch einmal auf 2:2 heran, und hätte der Führungstreffer gezählt wäre der Gästeblock explodiert. Doch die Freude über die Treffer währten nicht lange, denn an diesem Tag waren die Knappen von der Dreisam einfach spielstärker und überlegener. So ging man am Ende mit 2:4 unter, was dem Spielverlauf meiner Meinung nach nicht gerecht wurde.

Nach dem Spiel war man darauf erpicht, schnellstmöglich zum Ankunfts Bhf zu gelangen, da unser Heimexpress doch relativ knapp nach Spielende abfuhr, aber alle wurden mitgenommen, wirklich jeder der wollte, ob frei- oder unfreiwillig spielte gar keine Rolle. So erreichte man nach einer quälenden Fahrt endlich wieder die Heimat und ein jeder war froh, als man geduscht und gestärkt endlich in die weichen Betten fallen durfte.

Bilder: http://infernokoblenz.net/fotos/0708/12.htm

10.11.07 06:34


TuS Koblenz (1) – DSC Arminia Bielefeld (2) (n.V) 2. DFB-Pokal Hauptrunde 07/08 9.350 Zuschauer

Obwohl wir als gestandener Zweitligist schon nicht mehr als ganz kleiner Verein dastehen, galt dieses wie jedes Jahr die Floskel: „David gegen Goliath“. Es galt gegen die Arminen zu bestehen um endlich einmal gegen einen „Großen“ im Pokal weiterzukommen. An jenem berüchtigten, letzten Oktobertag wünschte sich so mancher Schängel, doch endlich mal den Pokalschreck spielen zu dürfen, an diesem Halloweenabend wäre das sicherlich auch mal ein passendes Ambiente gewesen. Pokalsieg oder es gibt saures, hätte manch verärgerter Pokalfan auch verlangen können, der sich in den letzten zwei Jahren immer nur mit knappen Niederlagen gegen die großen Bundesliga Urgesteine abfinden musste, doch so leider auch in diesem Jahr.

Zwar merkte man der Mannschaft von Anfang an, dass sie heute gewillt war mehr als 100% für eine Pokalsensation zu geben, doch entweder reichten die Mittel nicht aus oder das Quentchen Glück fehlte einfach. Nach einem frühen Rückstand kämpfte die Mannschaft tapfer weiter und fand auch von den Rängen eine würdige Unterstützung, aber da geht noch mehr. So durfte man dann auch noch kurz vor der Pause den Ausgleich umjubeln, der auf jeden Fall völlig verdient war. Doch leider überkam uns in der Verlängerung dann wieder einmal das Entsetzten: Obwohl die TuS die besseren Chancen hatte, nutzten die Ostwestfalen eine kleine Unachtsamkeit und zack, war der Pokaltraum ausgeträumt. Schade, die nächste Runde hätten wir gerne mitgenommen, zumal uns bis jetzt ein Auftritt bei einem großen Verein verwehrt geblieben ist. Aber auch die Floskel „Wie kommen wieder...“ gilt nicht nur für dieses sondern auch für nächstes Jahr, wenn es wahrscheinlich wieder einmal heißt „David gegen Goliath“.

Bilder: http://infernokoblenz.net/fotos/0708/p2.htm

7.11.07 22:33


TuS Koblenz (1) – Vfl Osnabrück (0) 10. Spieltag 07/08 9.150 Zuschauer

Vom Namen her trafen heute zwei eher unbedeutende Teams der stark besetzten zweiten Liga aufeinander und so konnte man im Vorfeld keine besonderen Ereignisse auf und neben dem Platz erwarten, dennoch sollte es rund um diese Partie zu einigen negativen Geschehnissen kommen.

Der Tag begann eigentlich relativ gelassen, man traf sich wie fast jeden zweiten Sonntag am heiligen Schützenhof, Gott hab ihn seelig, und verplemperte die Zeit mit allerlei Schnickschnack und Schabernack, bevor man sich auf die lange Reise in unser altehrwürdiges Stadion Oberwerth, Gott hab auch dieses seelig, aufmachte. Heute müssen drei Punkte her, da waren sich alle einig, denn heute ging es gegen einen Mitabstiegskonkurrenten und wäre die Saison noch nicht so jung, würde man glatt von einem 6-Punkte Spiel sprechen.

So begann auch das Spiel recht motiviert auf beiden Seiten und dank der neuen Lautsprecheranlage konnte auch der Block, zumindest für die ersten Minuten voll mitziehen. Im Gästeblock durfte man heute doch recht viele Niedersachsen begrüßen, sehr erfreulich, dass auch dieser „kleine“ Verein so großen Zuspruch in der Fanszene erlangt und nicht alleine durch Deutschland tourt, so wie der große 1.Fc Hoppenheim oder der Bauernclub aus WEHEN...doch auch wir reisten im ersten 2.Ligajahr mit erheblich mehr Fans durch die Republik als dieses Jahr, bedauerlicher Weise. Das Spiel nahm seinen Lauf und mit dem sehnlichst herbeigezitterten 1:0 durch unseren kleinsten Stürmer konnten einige Sorgenfalten des Koblenzer Anhangs weg retouchiert werden. Auch der Stimmung tat der Führungstreffer gut und man genoss ausgelassen das Gefühl, zu Hause mal wieder führen zu dürfen. Das Ergebnis wurde gefestigt und die 3 Punkte eingefahren, eigentlich ein Grund zum Jubeln und für einen gemütlichen Sonntag Abend vor dem Kaminfeuer.

Doch für 18 Personen des Koblenzer Fankreises wurden stattdessen unfreiwillig zwei Gemeinschaftszellen des Koblenzer Polizeipräsidiums gebucht. Zum Hintergrund: Nach dem Spiel entschloss man sich, noch gemeinsam in die Stadt zu ziehen. Am Koblenzer Hbf traf man dann auf die Kollegen der Grünen Fraktion, die sich in den Kopf gesetzt hatten, eine Schlägerei beider Anhängerlager zu verhindern, die nie statt gefunden hat und auch nicht hätte stattfinden sollen. Lediglich kam es zu Pöbeleien mit ein paar verstreuten Lila-Weißen Nasen, für die Kollegen der Staatsmacht Grund genug, eine wahre Hooligan - Histerie in den nachfolgenden Tagen auszulösen. Um weiteren Konfrontationen mit Gästefans und der Polizei aus dem Weg zu gehen, entschloss man sich weiter in die Stadt zu ziehen, gleiches beabsichtigten wohl aber auch die Grünen, welche mit viel Getöse und Blaulicht hinter der kleinen Gruppe herzogen. Herzlichen Glückwunsch, dass es euch gelang, die gefährlichen Hooligans weit Weg von Stadion und Hbf zu stellen und dingfest zu machen. Lange Rede, kurzes, bzw eher langes Ende für die in Gewahrsam genommenen: Alle Mann mussten mit auf die Wache wo nach stundenlangem Warten die Namen festgestellt und Passfotos gemacht wurden. Begründung: Es könnte ja noch was aus Osnabrück kommen, damit wir dann „Täter“fotos haben. Die Bilder werden in ein paar Wochen gelöscht.

Nun ja, mittlerweile sind wir schlauer geworden und durften erfahren, dass es evtl. zu Anzeigen wegen wüster Schlägereien und Landfriedensbruch kommen kann. Fragt sich nur, wo diese ganzen Verbrechen stattgefunden haben sollen. In unserer Umgebung jedenfalls nicht. Es bleibt noch zu erwähnen, dass in diesem Kreis auch zwei 14-jährige Jungspunde den Weg in die Zelle fanden. Da stellt sich wirklich die Frage, ob hier der Verdacht geschürt werden sollte, dass es zu Schlägereien mit Beteiligung von Kindern gekommen ist. Das zeigt wie weit die Staatsdiener heutzutage denken, und dass sich wohl jeder mal die Uniform überwerfen darf wenn er das ABC nicht nur vorwärts, sondern auch Rückwärts aufsagen kann. So sehen die Ordnungshüter von Morgen also aus, Happy Birthday. Ich kann das Alphabet übrigens auch: ACAB...zwar nicht ganz korrekt...aber für den grünen Richterkittel dürfte es wohl reichen.

Bilder: http://infernokoblenz.net/fotos/0708/11.htm

7.11.07 22:32


Offenbacher Kickers (1) – TuS Koblenz (1) 9.Spieltag 07/08 (19.10.07) 9.500 Zuschauer. Stadion am Bi

Nach einem weniger ereignisreichen Länderspielwochenende und der damit verbundenen TuS-Zwangspause, war man heute froh, endlich wieder den Ligabetrieb aufnehmen zu können. Unser Ausflugsziel hieß dieses mal Offenbach am Main, und genau wie letztes Jahr, steuerte man den Vorort von Frankfurt per ,wieder einmal gut gefülltem, Sonderzug an.

Bevor es dann letzten Endes los ging, versammelten sich wie immer die üblichen Nasen im Bahnhofsgebäude um dann bepackt mit Fahnen und Megafon, und dem ein oder anderen selbsgebräutem Erfrischungsgetränk den Zug zu stürmen. Die Fahrt verlief feuchtfröhlich und eine lockere Wochenend- und Auswärtssiegstimmung machte sich bei den Fahrgästen breit. Erfreulicher Weise musste man heute nicht allzu lange auf den Schienen reisen und nach wenigen Stunden Fahrt erreichte man die Mainmetropole.

Der blau-schwarz-gelbe Mob sammelte sich vor dem Bahnhof Offenbach-Ost um im geschlossenen Corteo zum Stadion zu marschieren. Die extra für diese Zwecke angefertigte 1911 Fahne fand dabei ihren Platz an der Spitze des Pöbels und unterstützt von viel Gesang und etlichen Fahnen suchte man sich den Weg durch die Offenbacher Straßen. So fand man schließlich auch den Weg in den Gästeblock des legendären Stadion am Biberer Berg, dass man ja nicht zum ersten Mal mit der TuS besuchen durfte.

Von Anfang an wurde die Mannschaft lautstark unterstützt, obwohl man ohne das fehlende Megaphon, ohne Dach über dem Kopf und Ersatz-Vorsänger, der seine Aufgabe für den ersten offiziellen Auftritt aber gut erfüllte, geschwächt in das Gesangsduell mit den Heimfans zog. Man war den Heimfans auf jeden Fall ebenbürtig und die Stimmung wurde dank des Führungstreffers noch einmal gepushed. Nach der Pause jedoch ließ die Motivation etwas nach und man musste obendrein auch noch den Ausgleich hinnehmen. Die Stimmung drohte nun endgültig zu kippen, allerdings fing sich die Stimmung auf den Rängen wieder einigermaßen und auf Grund des souveränen Auftrittes der Mannschaft war man sich eines Erfolges sicher. Doch leider war dem nicht so und so musste sich die Fanschar mit einem Punkt zufrieden geben. Für einen Auswärtsauftritt ein annehmbares Ergebnis, wobei man deutlich sagen muss, dass man auch hätte gewinnen können, wenn nicht sogar müssen.

Zum Glück müssen wir nicht sehr lange auf den nächsten Schängelauftritt warten, denn am nächsten Sonntag dürfen wir die Violetten aus Osnabrück im Stadion Oberwerth willkommen heißen, dann hoffentlich mit einem glimpflicheren Spielausgang und den damit verbundenen 3 Punkten. Auf geht’s ihr blau-schwarzen Jungs...

Bilder: http://infernokoblenz.net/fotos/0708/10.htm

http://nordkurve-ko.wh4u.de/v2/photogallery.php?album_id=14

21.10.07 00:59


TSV 1860 München (2) – TuS Koblenz (2) 8.Spieltag 07/08 (30.09.07) 27.800 Zuschauer. Allianz-Arena

Für manch’ Schängel mag der „Kaiser“stuhl in Rhens stehen, doch ich war mir sicher, dieser Theorie heute ein Schnippchen schlagen zu können. Denn was mich heute an der Münchner Autobahn erwartete war mir einleuchtender. Von außen wirkt das „Stadion“ noch wie ein hässliches überdimensionales Schlauchboot, innen dann wird es nicht nur dem Namen nach der Sanitäranlage des Herrn Beckenbauer gerecht. Viel Beton und Stahl, verbunden mit einer ekelhaften, kalten Atmosphäre lassen Lager-Atmosphäre aufkommen und die sich im weiten Rund verlaufende Stimmung wird erstickt, wie der letzte Funke Hoffnung im Kampf gegen den modernen Fußball, wie das heutige Beispiel leider eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Dies nur am Rande, denn Fußball wurde heute auch noch gespielt! Zwar kein technisch versierter aber dafür kampfbetonter, der die ca. 1000 mitgereisten Kowelenzer aus ihrer apartischen Tiefschlafstimmung zeitweise sogar aufzuwecken vermochte, welche wohl auf der elend langen Zugreise aufgekommen zu sein schien. So konnte man zumindest schon vor dem Rückstand nicht viel mehr als ein müdes Trallala und noch weniger Händeklatschen verzeichnen was angesichts der miserablen Akustikvoraussetzungen und dem Spielverlauf aber auch nicht anders zu erwarten war. Man versuchte vergebens die zahlreich Mitgereisten aus ihrem Tiefschlaf zu wecken, doch die Mühen wurden erst nach dem Ausgleichstreffer belohnt. Der Support wurde von nun an etwas belebter erhielt aber einen weiteren Dämpfer durch den erneuten Rückstand eine halbe Stunde vor Spielende, ausgelöst durch einen katastrophalen Abwehrschnitzer. Doch erstaunlicher Weise erholte sich die Fanmasse relativ rasch von diesem Schockerlebnis und versuchte die Mannschaft wieder nach vorne zu peitschen. Dieses Unterfangen wurde dann kurz vor Schluss von unserer geschlossen ( in Unterzahl!!!!) kämpfenden Mannschaft belohnt und alle waren glücklich, die Reise nach Giesingen nicht umsonst angetreten zu haben. Nach Schlusspfiff wurde der Punktgewinn aus der hässlichsten Kloschüssel Deutschlands noch gebührend mit der Mannschaft gefeiert bevor es galt, die anstrengende Rückreise heimwärts wieder anzutreten.

Mit einem Punkt im Rucksack und der Erkenntnis, dass man dieses Stadion wohl nur einmal in seinem Leben besuchen muss, erreichte man dann zu später Stunde die geliebte Stadt an Rhein und Mosel und war gespannt, was der nächste Schängelauftritt am Wochenende so mit sich bringen würde.

 

 

Bilder: http://infernokoblenz.net/fotos/0708/8.htm

http://nordkurve-ko.wh4u.de/v2/images/photoalbum/bild049_1.jpg

 

21.10.07 17:53


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